Baar zeigt Weggis die Grenzen auf

Baar zeigt Weggis die Grenzen auf

20. Mai 2019 WSC I 1

Zum dritten Mal in Serie ging es für die Weggiser am letzten Sonntag gegen einen Aufstiegsaspiranten. Die zweitplatzierten Baarer zeigten dann auch von Anfang an, warum sie vor der Partie zurecht als Favoriten gehandelt wurden. Bereits nach einer Minute versuchte es der Baarer Mittelstürmer mit einem Absatztrick – scheiterte aber am hellwachen Jan Bühler. Eine Minute später konnte aber auch der Weggiser Schlussmann nichts mehr gegen die Baarer Führung ausrichten und Fatlum Sylejmani zeigte ein erstes Mal, warum er ein heisser Kandidat für die Torschützenkrone ist. Gut zwanzig Minuten später verschaffte sich wiederum Sylejmani mit einer Finte etwas Platz an der Strafraumgrenze und erhöhte mit einem wunderbaren Schlenzer auf 2:0. Die Zuger dominierten das Spielgeschehen nach Lust und Laune und nur dank dem herausragenden Jan Bühler im Tor, blieben die Weggiser wenigstens resultattechnisch im Spiel. Kurz vor der Pause fiel dann doch noch der dritte Treffer und es ging mit einem mehr als verdienten 3:0 in die Kabinen.

Im Durchgang Nr. 2 gelang es den Gästen etwas besser ins Spiel zu kommen und das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Nach einer knappen Stunde kombinierten sich die Weggiser schön durch die Baarer Hintermannschaft. Das anschliessende Tor von Mauro Mathis zählte aber aufgrund einer Offsideposition nicht. Mit vereinten Kräften gelang es den Luzernern ihren Gegner zu neutralisieren. Zahlreiche Fehlpässe im Aufbauspiel machten aber eine Aufholjagd ebenfalls ein Ding der Unmöglichkeit. Zudem benötigte der Baarer Toptorschütze nur wenige Chancen und schraubte mit seinen beiden Toren 3 und 4 das Score bis auf 5:0 nach oben. Dass trotz der zweiten Klatsche in Folge die Moral intakt ist, zeigten die letzten Minuten, wo die Weggiser sich nicht einfach ergaben sondern den eigenen Torerfolg suchten. Kurz vor Schluss war es dann soweit: Livio Küttel traf mit einem Volley von der Strafraumgrenze ansehnlich zum Weggiser Ehrentreffer.

Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel gegen Zug 94, reichte es auch heute nicht für eine überraschung. Während die überlegenen Baarer mit diesem Sieg auf gutem
Weg in die Aufstiegsspiele sind, brauchen die Weggiser in den letzten beiden Spielen zwingend Punkte, damit das Abenteuer 3. Liga nicht nach einer Saison bereits wieder zu Ende ist. Am nächsten Samstag, um 18:00 Uhr, empfangen die Weggiser den SC Buochs zum letzten Heimspiel der Saison. Die Mannschaft freut sich auf möglichst zahlreiche Unterstützung für den Kampf gegen den Abstieg.

Telegramm:
FC Baar – Weggiser SC 5:1 (3:0)
Tore: 2’ 1:0, 23’ 2:0, 43‘ 3:0, 69’ 4:0, 80’ 5:0, 86’ Livio Küttel 5:1.
Für Weggis spielten: Jan Bühler; Sandro Buser, André Greter, Pedro Almeida, Patrick
Hegglin; Flavio Duschan, Luca Küttel, Mauro Mathis, Sam Louis (Valmir Morina), Ramon
Arbia (Martin Mundprecht); Nicolas Eyer (Livio Küttel).

One Response

  1. Candy sagt:

    Vielleicht ist es ausgleichende Gerechtigkeit, dass literarische Wortgewalt und fussballerische Leistung nicht im Einklang stehen, denn wie sagte schon der ägyptische König zu Polykrates:
    Willst du dich vor Leid bewahren,
    so flehe zu den Unsichtbaren,
    dass sie zum Glück den Schmerz verleihn…
    Fürwahr, einen solchen Schreiber in den eigenen Reihen zu wissen ist wohl mehr Glück, als es eine Mannschaft beanspruchen darf, denn gerade das Umfeld des Fussballs (und dafür hätte es keinen Basler Spieler gebraucht, der mit Pyros und ungeschickten Aussagen das unschöne Vorurteil betreffend intellektueller Potenz zementierte) ist wohl legendär für semantische Unglücksfälle, aber eben nicht für solche literarische Ausdrucksstärke, an welcher der junge Goethe uns Woche für Woche teilhaben lässt.

    Und doch, so wünschten wir uns alle, dass es nun genug des Schmerzes war, dass die oben genannten Unsichtbaren ein Einsehen haben und sich, unsereiner gleich, derart an den Worten erfreuen, dass sie zum Glück … ja, eben nicht den Schmerz sondern das Glück verleihen, wenigstens für die kommenden 180 Minuten. Doch solche Gunst wird nicht einfach vergeben, nein, sie muss erworben werden, denn, wie schon die alten Römer wussten:
    FORTIS FURTUNA ADIUVAT!

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