Viel K(r)ampf und kein Ertrag

Viel K(r)ampf und kein Ertrag

21. April 2019 WSC I 1

Letzten Dienstag empfingen die Weggiser den SC Steinhausen in der Thermoplan Arena. Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und kam trotzdem wie schon so oft nicht richtig aus den Startlöchern. Die Anfangsphase gehörte klar den aggressiv auftretenden Zugern, welche sich insbesondere im Mittelfeld ein Übergewicht erarbeiten konnten. Schon nach fünf Minuten landete ein Ball nach einem Steilpass am Weggiser Pfosten. Zwei Minuten später landete der Ball vom herauseilenden Jan Bühler nach einem Prellball glücklicherweise im Toraus. Mit einem der wenigen Entlastungsangriffe tauchte Benjamin Arbia dann vor dem Zuger Torhüter auf und erzielte die vermeintliche Führung, welche aufgrund einer Offsidestellung jedoch aberkannt wurde. In der Folge hatten die Gäste weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, taten sich aber schwer zu wirklich zwingenden Chancen zu kommen. Nach 26 Minuten chippte der umtriebige Luca Küttel einen Freistoss von der Seite schön in den Strafraum, wo es zu einem Gewühl am Fünfmeterraum kam. Ramon Arbia reagierte gedankenschnell und erzielte – etwas entgegen dem Spielverlauf – die Führung für das Heimteam. Die restlichen zwanzig Minuten der ersten Halbzeit waren geprägt von vielen intensiven Zweikämpfen und es mangelte an echten Torchancen. So gingen die Weggiser mit einer glücklichen 1:0-Führung in die Pause.

Nach dem Pausentee wurde das Spiel zusehends ausgeglichener. Bereits nach fünf Minuten tauchte Benjamin Arbia gefährlich vor dem Gästetor auf, setzte seinen Schuss jedoch knapp am Tor vorbei. Eine Minute später war die Reihe wieder an den Gästen. Eine Flanke konnte von der Weggiser Hintermannschaft nur ungenügend geklärt werden und der Ball gelangte zu einem Zuger an der Strafraumgrenze. Dieser nützte die Chance aus zentraler Position eiskalt aus und erzielte den Ausgleich. In einem weiterhin sehr intensiven Spiel gab es in der Folge Chancen auf beiden Seiten. Während die Gäste ein weiteres Mal am Aussenpfosten scheiterten, zischte ein wunderbarer Dropkick von Sam Louis – nach schöner Vorarbeit von Benjamin Arbia – nur knapp am rechten Lattenkreuz vorbei. Beide Mannschaften spielten nun auf Sieg. Während das Heimteam in der zweiten Hälfte die etwas besseren Chancen hatte, war es neun Minuten vor Schluss ein Konter welcher die Entscheidung zugunsten der Gäste brachte. Wenige Minuten vor dem Ende wurde der Weggiser Captain ein letztes Mal lanciert, zwirbelte den Ball aber am Tor vorbei, bevor er vom Torhüter um gemäht wurde. Weil die Pfeife des Schiedsrichters stumm blieb, gab es auch keine zweite Chance vom Elfmeterpunkt aus. Heute wollte es einfach nicht sein oder frei nach Andreas Brehme: „Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss“.

Am Dienstag nach Ostern findet bereits das nächste Spiel der 1. Mannschaft statt. Um 20:00 Uhr ist der WSC zu Gast beim SC Root. Am Sonntag, 28. April, steigt das nächste Heimspiel um 14:00 Uhr. Die zweite Mannschaft des FC Küssnacht gastiert für das eminent wichtige Rigi-Derby in der Thermoplan-Arena!

Telegramm:

Weggiser SC – SC Steinhausen 1:2 (1:0)

Tore: 26’ Ramon Arbia 1:0, 51’ 1:1, 81’ 1:2.

Für Weggis spielten: Jan Bühler; André Greter, Sandro Buser, Reto Gügler (Michael Pirker), Patrick Hegglin; Flavio Duschan (Sam Louis), Luca Küttel, Jannik Ernst (Mauro Mathis), Ramon Arbia (Lukas Hasler); Benjamin Arbia, Livio Küttel (Martin Mundprecht).

One Response

  1. Candy sagt:

    Nie waren die Worte Haec placuit semel, haec deciens repetita placebit des grossen römischen
    Dichters Horaz, welche er in seiner Ars Poetica geäussert hat wahrer als beim Lesen dieser
    unvergesslichen weil unvergleichlichen Zeilen. Nein, nicht nur einmal sondern zehnmal, ja ich wage
    Horaz hierin sogar zu wiedersprechen und zu behaupten immerdar finden wir erneut und erneut
    Gefallen an der Schönheit der Worte, mit denen uns unser junge Goethe, wie wir ihn, den wahren
    Namen der Diskretion halber verschweigend, ehrfurchtsvoll nennen, allwöchentlich in Entzücken
    versetzt und uns durch seinen unerreichten literarischen Schöpfungen stets aufs Neue Momente
    reinster Poesie beschert.
    Es kann deshalb nicht verwundern, wenngleich doch immer wieder erstaunen, dass im Angesicht
    solcher wortgewordener Schönheit glorios umjubelte Triumphe oder, wie bedauerlicherweise in
    diesem Fall, die beklagbare, bittere Niederlage zu einer Form der Bedeutungslosigkeit verkommen in
    der sie einfach nur noch sind und in ihrem vollkommen wertbefreiten Sein lediglich die Essenz bilden,
    aus der ebendiese wortgewordene Schönheit erst entspringen kann. Es ist die tief in uns verankerte
    Gewissheit, die uns voller Zuversicht träumen, nein, vielmehr glauben lässt, dass wir, letztlich
    vollständig unabhängig vom Ausgang der epischen Kämpfe und dem heroischen Einsatz der
    Protagonisten auf dem Feld der Ehre, künftige auf weitere, poetisch-semantische Freuden zählen
    dürfen; gaudeamus igitur!

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